Open Site Navigation

Impingementsyndrom - So bekommen Sie wieder Platz in Ihre Schulter.

Vielen Betroffenen bereitet ein Impingementsyndrom Probleme.


Unter dem Impingement-Syndrom versteht man ein Krankheitsbild, bei dem Schulterschmerzen durch eine Enge zwischen Oberarmkopf (Humeruskopf) und Schulterdach (Akromion = knöcherner Fortsatz des Schulterblattes) hervorgerufen werden.



In diesem Beitrag erfahren Sie:

  1. Wie kommt es zu einem Impingementsyndrom?

  2. So beugt Sie einem Impingementsyndrom vor.

  3. Dann ist bei Impingementssyndrom eine OP ratsam.




Wie kommt es zu einem Impingementsyndrom?


Neben haltungsbedingter Fehlposition und gestörtem Bewegungsablauf des Humeruskopfes sind knöcherne Anbauprozesse ursächlich für ein Impingementsyndrom.

Durch den Zwischenraum zwischen Oberarmknochen und Schulterdach verlaufen die Sehnen der Rotatorenmanschette (Supraspinatussehne d. Red.), die maßgeblich für die Beweglichkeit der Schulter von Bedeutung sind.


Vor allem beim seitlichen Abheben des Armes kann es zu einem schmerzhaften Einklemmen der Rotatorenmanschette zwischen Oberarmkopf und Schulterdach kommen. Neben haltungsbedingter Fehlposition und gestörtem Bewegungsablauf des Humeruskopfes sind vor allem knöcherne Anbauprozesse ursächlich für ein Impingementsyndrom.






Der Krankheitsverlauf ist schleichend und tritt auch bei körperlich aktiven Menschen mit z.B. Überkopftätigkeit auf. In manchen Fällen kann eine schmerzhafte Kalkeinlagerung in den Sehnen der Rotatorenmanschette (Tendinitis calcarea) begleitend bei einem Impingement-Syndrom der Schulter vorliegen. In anderen Fällen kann sich der Schleimbeutel unterhalb des Schulterdachs entzünden.


Folgen können z.B. degenerative (d.h. durch Abnutzung bedingte) Schäden an der Rotatorenmanschette sein, die den Oberarmkopf an der richtigen Stelle in der Gelenkpfanne zentrieren.


Sind diese Muskeln durch einen Unfall oder Abnutzung geschwächt oder gar gerissen, kann ein Hochsteigen des Humeruskopfes unter das knöcherne Schulterdach resultieren.


Im lauf des Lebens können sich unterhalb des Schulterdaches oder unterhalb des Schultereckgelenks knöcherne Sporn und Verkalkungen an Bandansätzen bilden, die dann das Durchgleiten der Sehnen einengen. Zudem kann das Impingement-Syndrom als Begleiterscheinung bei anderen Schultererkrankungen (z.B. Instabilität) auftreten und bedarf deshalb einer exakten Abklärung.




So beugen Sie einem Impingementsyndrom vor.


Präventiv wirkt, sich täglich seine Haltung und damit die Position der Schulter bewusst zu machen und die Schulterblätter immer wieder nach hinten und unten zu ziehen.

Vielerorts werden nicht näher erklärbare Schulterbeschwerden als Impingementsyndrom fehlgedeutet, wodurch die Erkennung der tatsächlichen Ursache mitunter herausgezögert wird. In der Folge bleibt eine adäquate Therapie aus, oder verzögert sich.


Häufig lassen sich haltungsbedingte Fehlpositionen und gestörte Bewegungsabläufe des Humeruskopfes bei Abspreizen des Armes beobachten.


Um einem Impingementsyndrom vorzubeugen hilft es, sich täglich die Position und den Bewegungsablauf der Schulter bewusst zu machen und die Schulterblätter nach hinten und unten zu ziehen.


Bei über Jahren eingeschlichenen Haltungsfehlern kann es mitunter schwer fallen, sich eine korrekte Haltung vor Augen zu führen, außerdem ist es anstrengend auf eine "gute Körperhaltung" zu achten. In diesen Fällen lässt sich durch eine gute Physiotherapie mit zentrierende Übungen oder z.B. durch Pilates leicht eine Beschwerdelinderung erzielen.





Problematischer ist es dagegen, wenn das Engpasssyndrom schon strukturelle Schäden an den Sehnen verursacht hat, dann ist eine konservative Therapie meist nicht ausreichen.


Wir verfolgen das Ziel, durch eine genaue Untersuchung der Schulter die richtige Diagnose frühzeitig zu stellen und das ursächliche Problem von Anfang an zu behandeln.




Dann ist bei Impingementssyndrom eine OP ratsam.


Führt eine konservative Therapie nicht zum Erfolg, ist eine therapeutische Spiegelung des Schultergelenks ein schonender Eingriff mit hohen Erfolgsaussichten.

Wenn die Ursachen eines Impingementsyndroms abgeklärt wurde und die richtige Diagnose steht, führt eine konservative Therapie mit zentrierenden Übungen meist innerhalb weniger Monate zu einer Beschwerdelinderung oder einem vollständigen Abklingen der Beschwerden.


Durch gezielte Physiotherapie (= Krankengymnastik) und bedarfsadaptierte Schmerztherapie kann ein Auftrainieren der gelenkumgebenden Muskulatur den Humeruskopf wieder perfekt im Gelenk zentrieren und ausreichend „Platz“ unter dem Schulterdach schaffen.


Führt eine konservative Therapie nicht zum Erfolg, ist eine Spiegelung des Schultergelenks ein schonender Eingriff mit hohen Erfolgsaussichten. Dies kann z.B. bei verletzungsbedingtem Impingementsndrom, weit auslaufendem Akromiontyp oder bei hartnäckigen Verläufen sinnvoll sein.


Fragen Sie uns einfach, ob bei Ihnen eine konservative Therapie in Ihrem Fall geeignet ist und welche Maßnahmen die Erfolgsaussichten erhöhen.



Fazit:

  • Neben haltungsbedingter Fehlposition und gestörtem Bewegungsablauf des Humeruskopfes, sind knöcherne Anbauprozesse ursächlich für ein Impingementsyndrom.


  • Der Krankheitsverlauf ist häufig schleichend und kann bei körperlich aktiven Menschen mit z.B. Überkopftätigkeit auftreten.


  • Präventiv wirkt, sich täglich seine Haltung und damit die Position der Schulter bewusst zu machen und die Schulterblätter nach hinten und unten zu ziehen.


  • Führt eine konservative Therapie nicht zum Erfolg, ist eine therapeutische Spiegelung des Schultergelenks ein schonender Eingriff mit hohen Erfolgsaussichten.




Sie haben Fragen? Dann vereinbaren Sie einen Termin mit unserem Schulterspezialisten:






Prof. Dr. med. Ben Ockert

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie,

Sportmedizin



JETZT TERMIN VEREINBAREN