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Alles Wissenswerte zur Rotatorenmanschette!

Vielen Betroffenen bereiten Risse an der Rotatorenmanschette starke Beschwerden. Die Manschette besteht aus 4 Sehnen die den Oberamkopf umgreifen. Schäden an diesen Sehnen können Ursache für Kraftverlust und Schulterschmerzen sein.



In diesem Beitrag erfahren Sie:

  1. Warum die Sehnen der Rotatorenmanschette überhaupt reißen können.

  2. Welche konservativen Therapieoptionen existieren.

  3. Wie man selbst einem Riss der Rotatorenmanschette vorbeugen kann.

  4. Wann eine Operation bei einem Riss sinnvoll ist.




Anatomische Grundlagen:

Als Rotatorenmanschette werden vier Muskeln des Schultergelenks zusammengefasst:

  • M. supraspinatus

  • M. infraspinatus

  • M. subscapularis

  • M. teres minor





Darum reißt die Rotatorenmanschette.


Teile der Rotatorenmanschette verlaufen zwischen Oberarmkopf (Humerus) und Schulterdach (Acromion), dem sogenannten Subacromialraum.


In diesem Bereich können durch Abnutzungsprozesse Schäden an den Sehnen entstehen. Meistens ist die Supraspinatussehne betroffen, da sie beim Abwinkeln des Armes in besonderem Maße unter dem Acromion in einen Konflikt gerät (Impingementsyndrom).


"Bei Überbelastung oder einem Sturz kann die Sehne ganz oder teilweise reißen."

Eine Abnutzung der Sehne mit zunehmendem Alter ist zu Teilen normal und muss nicht zwangsläufig symptomatisch sein. Wenn aber die Qualität der Sehne vermindert ist, kann diese bei Überbelastung oder einem Sturz ganz oder teilweise reißen.




Was kann ich als Patient tun, wie kann ich selbst einem Riss der Rotatorenmanschette vorbeugen?


Grundsätzlich ist es ratsam die Schulter in Ihrem Zentrum zu positionieren. Wie geht das?


Aufgrund unserer "modernen" Körperhaltung mit vermehrter Schreibtischarbeit, Handynutzung etc. sind wir geneigt die Schultern hoch zu ziehen. Dadurch wird der Anpressdruck im Subacromialraum erhöht und die Sehne nimmt so schneller einen Schaden.

"Wenn wir den Arm abwinkeln, ist es besser ihn aus einer tiefen Position nach außen zu drehen um Schäden an der Supraspinatussehne vorzubeugen."


Durch zentrierende Übungen, bei denen wir uns trainieren die Schulter nach unten zu ziehen, wird der Druck unterhalb des Schulterdaches auf die Supraspinatussehne reduziert.


Wenn wir den Arm abwinkeln, ist es zudem wichtig ihn aus einer tiefen Position nach außen zu drehen. Das Gefühl für eine zentrierte Position der Schulter und die richtige Schulterbewegung müssen manche lernen.


Das geht am besten unter Anleitung einer guten Physiotherapeutin bzw. Physiotherapeuten.





Das Bewußtsein für eine gute Schulterbewegung lässt sich auch anders, z.B. durch unser Patientenvideo "Meiner Schulter geht es besser" (link) trainieren.


Es gibt aber auch anlagebedingte Komponenten, z.B. den sogenannten "Critical Shoulder Angle". Dabei sprechen wir von einem anatomisch stark nach außen überstehenden Acromion. Er erhöht das Risiko einer Schädigung der Rotatorenmanschette. Dagegen lässt sich nur durch eine Operation etwas ändern.


Im Falle eines Sport- oder Arbeitsunfalles kann die Sehne auch ohne Vorschaden einreißen oder im Extremfall abreißen. Dagegen hilft umsichtiges Vorgehen.


Bei Schmerzen nach einem Sportunfall oder spontan über mehere Wochen nicht abklingende Schmerzen ist es in jedem Fall ratsam frühzeitig einen Schulterspezialisten aufzusuchen um einen Schaden an der Sehne so früh wie möglich zu erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten zu können.


Ist die Sehne erstmal gerissen, kann sie von alleine nicht mehr an ihren Ursprungsort heilen.






Dann sollte ein Riss der Rotatorenmanschette operiert werden.


Die meisten Rotatorenmanschettenrupturen können erfolgreich ohne Operation behandelt werden.


Die Durchführung von Krankengymnastik über mehrere Wochen hilft vielen Patienten, die Schmerzen zu reduzieren und den Bewegungsumfang wieder zu verbessern. Bleibt die konservative Therapie allerdings erfolglos, sollte die Möglichkeit, der operativen Therapie erwogen werden.


Voraussetzung für einen erfolgreichen Sehnenrekonstruktion ist eine gute Sehnenqualität. Wenn der Riss schon länger besteht, kann es sein, dass der Muskel so geschwächt ist, dass er sich zurückzieht und der Sehnenriss nicht mehr repariert werden kann.


Zur Beurteilung der Sehnenqualität ist meist eine Ultraschall- oder eine Kernspinuntersuchung (MRT) der Schulter notwendig.


"Bleibt die konservative Therapie erfolglos, kann die Möglichkeit, der operativen Therapie erwogen werden."

Welche Therapie am sinnvollsten ist, hängt von den Beschwerden des Patienten, dem Untersuchungsbefund und dem Befund im MRT ab.


In jedem Fall muss eine individuelle Lösung mit dem Patienten gesucht und gefunden werden.


Der Anspruch an die Schulterfunktion und der Wunsch des Patienten stehen dabei im Mittelpunkt. Neben der besseren Schulterfunktion lässt sich durch eine Operation häufig auch die Lebensqualität verbessern.


Entscheidet sich der Patient für eine Operation, müssen mehrere Vorbereitungen getroffen werden, die im Rahmen eines ausführliches Beratungs- und Aufklärungsgesprächs stattfinden statt.



Fazit

  • Die Rotatorenmanschette ist der "Motor der Schulter".


  • Kleine Risse und Verschleißerscheinungen sind häufig, müssen aber nicht automatisch operiert werden.


  • Größere Risse führen regelhaft zu Schmerzen und zu einer Dezentrierung der Schulter und sollten daher frühzeitig behandelt werden.


  • Verletzungen der Rotatorenmanschette lassen sich im Ultraschall und MRT gut erkennen.



Sie haben Fragen? Dann vereinbaren Sie einen Termin mit unserem Schulterspezialisten:






Prof. Dr. med. Ben Ockert

Facharzt für Orthopädie

und Unfallchirurgie,

Sportmedizin



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